Julius Zerzer

Schriftsteller

* 1889    † 1971

 

Christlich-konservativer Schriftsteller

Der Sohn eines Arztes war Professor an einem Gymnasium in Linz. Der christlich-konservative Schriftsteller historischer Romane sah sich selbst in der Nachfolge Adalbert Stifters, thematisierte in seinem historischen Roman "Der Kronenerbe" (1953) das „naturbedingte Gesetz“ menschlichen Seins.

Ambivalentes Verhältnis zum Nationalsozialismus

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 beteiligte sich Zerzer mit einem Beitrag am Bekenntnisbuch österreichischer Dichter, das den Anschluss begeistert begrüßte. Herausgegeben wurde dieses Buch vom Bund deutscher Schriftsteller Österreichs, dem Zerzer auch angehörte und dem er schon 1936 beigetreten war.

Obwohl er von der nationalsozialistischen Kritik mit Wohlwollen bedacht wurde, ging Zerzer nach dem "Anschluss" Österreichs auf Distanz zum Regime.

Zahlreiche Auszeichnungen nach dem Krieg

Julius Zerzer wurde 1952 mit dem Handel-Mazzetti-Preis, 1956 mit dem Peter-Rosegger-Preis und 1965 mit dem Adalbert-Stifter-Preis geehrt.

Begraben am St. Barbara Friedhof

Der Schriftsteller fand seine letzte Ruhestätte in einem Ehrengrab des Landes Oberösterreich am St. Barbara Friedhof.

In Linz-St. Magdalena wurde im Jahre 1972 im Zuge neuer Bebauung mit Wohnblöcken die Zerzerstraße nach ihm benannt. An seinem Geburtshaus im steirischen Mureck findet sich eine Erinnerungstafel.

Link und Quellen


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